Schmerzen im linken Arm: Ursachen und wann Sie 112 rufen sollten

Kurzantwort

Schmerzen im linken Arm sind oft muskulär oder kommen von Schulter, Halswirbelsäule oder Nerven. Zusammen mit Brustdruck, Luftnot, Übelkeit, Kaltschweißigkeit oder plötzlicher Schwäche können sie jedoch auf einen Herzinfarkt oder anderen Gefäßnotfall hinweisen.

Medizinischer Hinweis: Dieser Beitrag dient der Orientierung und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei akuten oder schweren Beschwerden wählen Sie 112; außerhalb der Sprechzeiten hilft in Deutschland der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.

Wichtige Werte und Einordnung

BereichOrientierungEinordnung
nach Bewegung oder FehlhaltungMuskeln, Sehnen oder Gelenke möglichbeobachten und untersuchen lassen
mit NackenbewegungNervenwurzel oder Halswirbelsäule möglichbei Ausfällen zeitnah
mit Brustschmerz und LuftnotHerznotfall möglich112

Referenzbereiche und konkrete Empfehlungen können sich je nach Labor, Alter, Vorerkrankungen und Behandlung unterscheiden. Verwenden Sie deshalb immer den Bereich auf dem eigenen Befund beziehungsweise den persönlichen Therapieplan.

Häufige nicht kardiale Ursachen

  • Muskelverspannung oder Überlastung
  • Schultersehnen und Schleimbeutel
  • Nervenreizung an Halswirbelsäule
  • Einklemmung am Ellenbogen oder Handgelenk

Fragen zur Einordnung

  • Begann der Schmerz plötzlich?
  • Besteht Druck oder Enge in der Brust?
  • Gibt es Taubheit oder Kraftverlust?
  • Ist der Arm kalt, blass oder pulslos?

Wann sofort medizinische Hilfe nötig ist

Warnzeichen nicht abwarten
  • Brustdruck, Luftnot, Übelkeit oder kalter Schweiß
  • plötzliche Lähmung oder Sprachstörung
  • reißender Brust- oder Rückenschmerz

Bei Unsicherheit und rascher Verschlechterung ist eine frühzeitige medizinische Einschätzung sicherer als Abwarten.

So bereiten Sie das Arztgespräch vor

Notieren Sie Beginn, Verlauf und Auslöser der Beschwerden sowie alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und relevanten Vorerkrankungen. Bringen Sie vorhandene Laborbefunde mit. Fragen Sie konkret, welcher Befund bestätigt werden muss, welche Alternativen infrage kommen und wann eine Kontrolle erforderlich ist.

Häufige Fragen

Ist der Wert oder das Symptom allein eine Diagnose?
Nein. Laborwerte und Beschwerden müssen zusammen mit Anamnese, Untersuchung und gegebenenfalls weiteren Tests beurteilt werden.
Kann ich die Behandlung selbst beginnen?
Bei medizinischen Themen sollte die Behandlung nicht allein anhand eines Internetartikels begonnen oder geändert werden. Besprechen Sie Medikamente und Dosierungen mit medizinischem Fachpersonal.
Wann ist eine Kontrolle sinnvoll?
Das hängt vom Befund und den Beschwerden ab. Bei Warnzeichen sofort, bei auffälligem Laborwert nach dem von der Praxis genannten Zeitplan.
Sind Referenzwerte überall gleich?
Nein. Messmethode, Labor, Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen können die Referenzbereiche beeinflussen. Maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem Befund.

Verlässliche Quelle

gesund.bund.de: Angina Pectoris und Herzinfarkt-Warnzeichen

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